Herzlich Willkommen bei der Deutschen Schmerzliga e.V.! Chronische Schmerzen sind eine Krankheit, unter der viele Millionen Menschen in Deutschland unnötig leiden. Unnötig deshalb, weil es heute viele Therapieansätze gibt, chronische Schmerzen effektiv zu behandeln. Die Deutsche Schmerzliga e.V. macht sich seit über 20 Jahren stark für die Belange von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Informationen unter: www.schmerzliga.de
Donnerstag, 28. Juni 2012
Birgitta Gibson, Vizepräsidentin der Deutschen Schmerzliga, mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet
Samstag, 16. Juni 2012
Herausnahme starker Schmerzmittel aus der Austauschpflicht: Schmerzliga fordert eindeutige gesetzliche Regelung
Donnerstag, 24. Mai 2012
»Eine wichtige Entscheidung für Schmerzpatienten und für eine bessere Schmerztherapie« /Deutsche Schmerzliga begrüßt das Votum des Petitionsausschusses, starke Schmerzmittel von der Austauschpflicht auszunehmen
Dienstag, 15. Mai 2012
Ein Durchbruch für Patienten: Schmerzmedizin wird Pflichtfach im Medizinstudium / Deutsche Schmerzliga begrüßt neue Approbationsordnung für Ärzte
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| PD Dr. med. Michael A. Überall |
Montag, 23. April 2012
Dr. Michael A. Überall aus Nürnberg zum Präsidenten der Deutschen Schmerzliga e.V. gewählt
Dr. Überall ist Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie und medizinischer Direktor des Instituts für Neurowissenschaften, Algesiologie und Pädiatrie in Nürnberg. Er leitet auch das Regionale Schmerzzentrum DGS in Nürnberg.„Die Schmerzliga steht auf zwei Säulen“, erklärt Dr. Überall. „Die eine ist die regionale Arbeit der rund 100 Selbsthilfegruppen, die unter dem Dach der Schmerzliga zusammenarbeiten. Die zweite Säule sind die bundespolitischen Aktivitäten, um die Situation der Schmerzpatienten nachhaltig zu verbessern. Ich werde mein Bestes geben, um beide Säulen so gut es geht zu stärken.“
Neu als Vizepräsidentinnen in den Vorstand gewählt wurden Susanne Wüste, Leiterin der Selbsthilfegruppe "Schmerz und Hoffnung" in Lindlar, und Rita Aßfalg, Leiterin von zwei Schmerz-Selbsthilfegruppen Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg und Friedrichshafen sowie 1. Vorsitzende des Selbsthilfenetzwerkes im Landkreis Ravensburg.
Im Amt als Vizepräsidenten der Gesellschaft bestätigt wurden: Birgitta Gibson, Diezenbach, Gründungsmitglied der Deutschen Schmerzliga und Leiterin einer Selbsthilfegruppe in Frankfurt/Main sowie Harry Kletzko, Mitglied der Ethikkommission des Zentralverbandes der Physiotherapeuten Deutschlands, Diez. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, Dr. Gerhard H.H. Müller-Schwefe, Göppingen, ist qua Amt Mitglied im Vorstand der Schmerzliga.
Die Deutsche Schmerzliga setzt sich seit über 20 Jahren für eine bessere Versorgung der 15 Millionen Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen ein. An ihrer Spitze stand von 1997 bis 2011 als Präsidentin Dr. med. Marianne Koch, die im Juli 2011 ihr Amt niederlegte und seither als Ehrenpräsidentin die Schmerzliga weiter unterstützt.
Mittwoch, 11. April 2012
Viele bunte Luftballons für Dr. Marianne Koch
Donnerstag, 19. Januar 2012
Schmerzgedächtnis gelöscht – im Experiment
Schmerzforscher der Medizinischen Universität Wien und der Universitätsmedizin Mannheim konnten bei Ratten mit einer hoch dosierten Gabe von Opioiden ein „frisch gespurtes“ Schmerzgedächtnis löschen. Die Untersuchungen wurden an den Tieren in tiefer Narkose durchgeführt. Bei dem Experiment erregten die Wissenschaftler kontrolliert Schmerzfasern der Tiere. Diese Stimulation der Schmerzfasern führt dazu, dass nach einiger Zeit die Übertragung der Signale zwischen den Nervenzellen im Rückenmark verstärkt wird – die Empfindlichkeit der schmerzverarbeitenden Nervenzellen für einlaufende Impulse nimmt zu. So bildet sich das „Schmerzgedächtnis“.
Durch die hochdosierte, intravenöse Gabe eines Opioids über längere Zeit konnten die Wissenschaftler um Professor Jürgen Sandkühler diese Potenzierung vollständig aufheben. Die zelluläre Gedächtnisspur im Rückenmark wurde gelöscht. Allerdings überprüften die Forscher bislang nur die Opioidgabe innerhalb der ersten sechs Stunden nach Beginn der Schmerzreizung, also dann, wenn die innerzellulären Veränderungen noch frisch sind. Darum ist unklar, ob dieses Prinzip gegen bereits länger bestehenden chronischen Schmerz überhaupt wirksam sein kann. Vor allem lassen sich die Ergebnisse von Labor-Experimenten nicht einfach auf den Menschen übertragen. Darum planen die Wissenschaftler nun erste klinische Studien mit Schmerzpatienten.
Professor Jürgen Sandkühler ist Träger des Ehrenpreises des Deutschen Schmerzpreises 2010.

