Bekommen Menschen, die dauerhaft Heilmittel brauchen, regelmäßig Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie?
Helfen Sie uns ein klares Bild über die Versorgung behinderter und chronisch kranker Menschen mit Heilmitteln zu erhalten. Nur auf der Grundlage Ihrer Hinweise lassen sich Weiterentwicklungen der getroffenen Regelungen in Angriff nehmen, die für Patientinnen und Patienten hilfreich sind.
Worum geht es:
In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Menschen mit schweren dauerhaften funktionellen/strukturellen Schädigungen keine ausreichende Behandlung mit Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie erhielten oder mühsam darum kämpfen mussten, obwohl die medizinische Notwendigkeit unbestritten war. Der Grund war oft genug die Befürchtung der verordnenden Ärztinnen und Ärzte, ihr Heilmittelbudget zu überziehen und damit einen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden.
Eine Änderung der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss bewirkt, dass die Gesetzlichen Krankenkassen bei Menschen mit schweren Behinderungen eine langfristige Heilmittelbehandlung genehmigen können. Heilmittel, die bei einer genehmigten langfristigen Heilmittelbehandlung ärztlich verordnet werden, werden bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen von Arztpraxen nicht negativ berücksichtigt.
Eine ähnliche Wirkung entfalten die seit 2013 zwischen den Krankenkassen und den Ärzten bundesweit vereinbarten Praxisbesonderheiten. Verordnungen werden als Praxisbesonderheiten bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen anerkannt, wenn sie aufgrund einer der vereinbarten Diagnosen ausgestellt wurden.
Beide Regelungen sollten die Versorgung von Menschen mit schweren dauerhaften funktionellen/strukturellen Schädigungen und einem langfristigen Heilmittelbedarf verbessern und die Hürden zur Verordnung von Heilmitteln für diesen Personenkreis absenken. Mit einer großen Patientenbefragung will die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss deshalb überprüfen, ob die gewünschte und erwartete Wirkung eingetreten ist und ob sich das Verfahren bewährt hat.
Bitte kontaktieren Sie uns per Mail über folgende Adresse: info@schmerzliga.de
Wir schicken Ihnen den Fragebogen in einem barrierefreien pdf-Format an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse zu. Der ausgefüllte Fragebogen wird dann durch klicken auf das Feld „Formular senden“ automatisch an die Stabsstelle Patientenbeteiligung weiter geleitet. Einsendeschluss ist der 15.Juli 2014.
Herzlich Willkommen bei der Deutschen Schmerzliga e.V.! Chronische Schmerzen sind eine Krankheit, unter der viele Millionen Menschen in Deutschland unnötig leiden. Unnötig deshalb, weil es heute viele Therapieansätze gibt, chronische Schmerzen effektiv zu behandeln. Die Deutsche Schmerzliga e.V. macht sich seit über 20 Jahren stark für die Belange von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Informationen unter: www.schmerzliga.de
Mittwoch, 30. April 2014
Montag, 28. April 2014
NEU für unsere Mitglieder
Sie finden ab sofort im Mitgliederbereich „KompetenzApotheken Schmerz“, die nach PLZ gelistet sind.
Freitag, 28. März 2014
„Herausragendes Engagement für Schmerzpatienten“
„Herausragendes Engagement für Schmerzpatienten“
Dr. Gerhard Müller-Schwefe erhält EHRENPREIS der Deutschen SchmerzligaFrankfurt, 21. März 2014 – Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und einer der Vizepräsidenten der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL), wurde heute mit dem ersten EHRENPREIS der Deutschen Schmerzliga für sein Engagement in der Schmerzmedizin ausgezeichnet. Privatdozent Dr. Michael A. Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga, überreichte den Preis im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2014 in Frankfurt am Main.
„Dr. Müller-Schwefe engagiert sich seit fast 30 Jahren unermüdlich für chronisch schmerzkranke Menschen – in seinem Schmerzzentrum in Göppingen, auf politischer Ebene und in der Arbeit für die DGS und die Deutsche Schmerzliga“, erklärt Privatdozent Dr. Michael A. Überall in seiner Laudatio. „Daher erhält er heute den erstmals verliehenen EHRENPREIS der Deutschen Schmerzliga.“
Müller-Schwefe ist seit 1997 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, die sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes einsetzt – durch Fortbildungen und durch politisches Engagement. Außerdem leitet Müller-Schwefe seit 1985 das Schmerz- und Palliativzentrum Göppingen und engagiert sich seit 1993 auch in der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga.
Mit dem EHRENPREIS der Deutschen Schmerzliga sollen auch künftig Menschen und Organisationen ausgezeichnet werden, die sich im Besonderen um die Bedürfnisse chronisch schmerzkranker Menschen verdient gemacht haben.
Weitere Informationen unter www.schmerz-und-palliativtag.de
Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL)
Die Deutsche Schmerzliga wurde 1990 in Frankfurt als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel gegründet, die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Schmerzen zu verbessern. Zum Verein gehören inzwischen mehr al 5.000 Mitglieder und über 100 regionale Selbsthilfegruppen. Die Schmerzliga vermittelt Informationen über die Möglichkeiten der modernen Schmerzmedizin, über spezialisierte Therapeuten und macht sich stark für das Recht der Patienten auf eine kompetente Behandlung. Sowohl bei den politisch Verantwortlichen als auch in der Öffentlichkeit wirbt die Deutsche Schmerzliga um Verständnis für die Probleme von Menschen mit chronischen Schmerzen.
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)
Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit mehr als 4.000 Mitgliedern die größte europäische Fachgesellschaft, die sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes einsetzt. Sie ist bundesweit in mehr als 120 regionalen Schmerzzentren organisiert, in denen interdisziplinäre Schmerzkonferenzen veranstaltet werden. Oberstes Ziel der DGS ist die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Dies kann nur durch die Etablierung der Algesiologie in der Medizin erreicht werden. Dazu gehört die Qualitätssicherung in der Schmerzmedizin durch die Etablierung von Therapiestandards sowie die Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie für Ärzte aller Fachrichtungen. Die DGS gibt den Schmerztherapieführer heraus, in dem alle Mitglieder aufgelistet sind. Gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. organisiert die DGS den jährlich stattfindenden Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main.
Mittwoch, 12. März 2014
25. Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am 19.03.2014
Auch in diesem Jahr nimmt die Deutsche Schmerzliga e.V. am 25. Schmerz- und Palliativtag im Congress Center Messe Frankfurt als Mitveranstalter teil.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere praxisnahe und patienten-/bedürfnisorientierte Versorgungs- und Behandlungsmöglichkeiten.
Montag, 21. Oktober 2013
»Unser Gesundheitssystem ist ein Nocebo für Schmerzpatienten«
Erfahrungen, die Patienten mit Therapien machen, und Erwartungen, die Patienten an ihre Ärzte und Therapien haben, beeinflussen Behandlungsergebnisse in einem stärkeren Ausmaß als Ärzte bislang angenommen haben – im positiven wie im negativen Sinn. Auswirkungen hat dies insbesondere bei Patienten mit chronischen Schmerzen. »Die geringe Zuwendung, die diese Patienten in unserem Gesundheitswesen erhalten, sowie die Vielzahl vergeblicher Behandlungsversuche wirken als Nocebo und spielen bei der Chronifizierung von Schmerzen eine Rolle«, erklärt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. und Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga e.V. bei den Südwestdeutschen Schmerztagen am 19. Oktober in Göppingen.
Eine positive Erwartung kann heilen und aus einem Wirkstoff-freien Scheinmedikament (Placebo) eine heilsame Arznei machen. Eine negative Erwartung kann dazu führen, dass ein wirksames Schmerzmittel nicht besser hilft als eine Zuckerpille (Nocebo-Effekt). »Erfahrungen, Erwartungen und Lernprozesse von Patienten beeinflussen jedes Therapie-Ergebnis«, resümmierte Professor Ulrike Bingel von der Universitätsklinik Essen ihre Forschungsergebnisse bei den Südwestdeutschen Schmerztagen am vergangenen Wochenende. »Placebo- und Nocebo-Effekte haben«, so die Neurologin und Schmerzforscherin weiter, »ganz eindeutig ein neurobiologisches Korrelat.« Eine positive Erwartungshaltung aktiviert beispielsweise die körpereigene Schmerzhemmung und negative Erfahrungen und Erwartungen können Schmerzen verstärken und so die Wirksamkeit einer Behandlung schwächen. Darum sei eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient und schnelle Strategiewechsel nach vergeblichen Therapieversuchen wichtig, um Nocebo-Effekte zu vermeiden, betonte Professor Bingel.
»Schmerzpatienten machen in unserem Gesundheitssystem jedoch andere Erfahrungen«, kritisiert Dr. Müller-Schwefe. »Eine systembedingte sprachlose Drei-Minuten-Medizin und Monotherapien wirken bei Schmerzpatienten als Nocebo und gehören sicherlich zu den Hauptgründen fortschreitender Chronifizierungsprozesse.« Eine hochkomplexe Erkrankung wie die Schmerzkrankheit bedarf einer komplexen Diagnostik und Therapie. Das belegt inzwischen eine Fülle von Forschungsergebnissen. So genannte multimodale Therapien, bei denen verschiedene medizinische und psychologische Strategien mit Bewegungstherapien kombiniert werden, sind Monotherapien überlegen, wie die Experten in Göppingen betonten.
Doch Spezialisten und Zentren, die solche Therapien anbieten, sind in Deutschland noch immer Mangelware: »Weder diese Spezialisten noch solche Zentren sind im System vorgesehen«, kritisiert Müller-Schwefe. »Damit sich die Versorgung der Patienten an deren Bedarf und nicht an falschen gesundheits- und standespolitischen Rahmenbedingungen orientiert, brauchen wir den Facharzt für Schmerzmedizin.«
Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es in einem Interview mit Dr. Müller-Schwefe.
Dieses finden Sie unter: http://www.schmerztag.org/Schmerztag_2013/presse.htm
Eine positive Erwartung kann heilen und aus einem Wirkstoff-freien Scheinmedikament (Placebo) eine heilsame Arznei machen. Eine negative Erwartung kann dazu führen, dass ein wirksames Schmerzmittel nicht besser hilft als eine Zuckerpille (Nocebo-Effekt). »Erfahrungen, Erwartungen und Lernprozesse von Patienten beeinflussen jedes Therapie-Ergebnis«, resümmierte Professor Ulrike Bingel von der Universitätsklinik Essen ihre Forschungsergebnisse bei den Südwestdeutschen Schmerztagen am vergangenen Wochenende. »Placebo- und Nocebo-Effekte haben«, so die Neurologin und Schmerzforscherin weiter, »ganz eindeutig ein neurobiologisches Korrelat.« Eine positive Erwartungshaltung aktiviert beispielsweise die körpereigene Schmerzhemmung und negative Erfahrungen und Erwartungen können Schmerzen verstärken und so die Wirksamkeit einer Behandlung schwächen. Darum sei eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient und schnelle Strategiewechsel nach vergeblichen Therapieversuchen wichtig, um Nocebo-Effekte zu vermeiden, betonte Professor Bingel.
»Schmerzpatienten machen in unserem Gesundheitssystem jedoch andere Erfahrungen«, kritisiert Dr. Müller-Schwefe. »Eine systembedingte sprachlose Drei-Minuten-Medizin und Monotherapien wirken bei Schmerzpatienten als Nocebo und gehören sicherlich zu den Hauptgründen fortschreitender Chronifizierungsprozesse.« Eine hochkomplexe Erkrankung wie die Schmerzkrankheit bedarf einer komplexen Diagnostik und Therapie. Das belegt inzwischen eine Fülle von Forschungsergebnissen. So genannte multimodale Therapien, bei denen verschiedene medizinische und psychologische Strategien mit Bewegungstherapien kombiniert werden, sind Monotherapien überlegen, wie die Experten in Göppingen betonten.
Doch Spezialisten und Zentren, die solche Therapien anbieten, sind in Deutschland noch immer Mangelware: »Weder diese Spezialisten noch solche Zentren sind im System vorgesehen«, kritisiert Müller-Schwefe. »Damit sich die Versorgung der Patienten an deren Bedarf und nicht an falschen gesundheits- und standespolitischen Rahmenbedingungen orientiert, brauchen wir den Facharzt für Schmerzmedizin.«
Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es in einem Interview mit Dr. Müller-Schwefe.
Dieses finden Sie unter: http://www.schmerztag.org/Schmerztag_2013/presse.htm
Freitag, 19. Juli 2013
Gemeinsam neue Wege gehen
Im Rahmen der Schmerzoffensive Deutschland stellt die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) und die Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL) ihre ersten DGS-PraxisLeitlinien seit November 2012 online zur Verfügung.Nutzen Sie Ihre Stellung als „Patient auf Augenhöhe“ mit dem Arzt und informieren Sie sich auf der Homepage der DGS-PraxisLeitlinien über vieles Wichtige und Nützliche.
Sie haben z.B. die Möglichkeit sich an der Kommentierung und Konsentierung von DGS-PraxisLeitlinien gleichberechtigt mit Ärzten zu beteiligen, indem Sie zu jeder Aussage / Empfehlung eigene Kommentare hinzufügen können und im Anschluss daran die Bewertung der überarbeiteten PraxisLeitlinie mit den Fachkreisen gemeinsam vornehmen.
Außerdem steht Ihnen eine Online-Datenbank vieler in Deutschland schmerzmedizinisch genutzen Wirkstoffe und Fertigarzneimittel zur Verfügung.
Das Programm „wächst“ ständig mit immer neuen und wichtigen Informationen wie z.B. Arzneimittel- Wirkstoffbewertung, Downloads oder Praxisfragebögen.
DGS und DSL haben gemeinsam den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht, PraxisLeitlinien für eine patientenorientierte humane Schmerzmedizin zu erstellen. Jetzt liegt es an Ihnen, diese Entwicklung weiter voran zu bringen, die im Alltag Behandlungsspielräume und –perspektiven öffnet, und Betroffenen das wieder zurück kommen ins Leben ermöglicht.
Dienstag, 12. März 2013
Neue Nachrichten vom Deutschen Schmerz- und Palliativtag
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| Mehr als 2000 Teilnehmer kamen letzte Woche nach Frankfurt |
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